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- Kursabsage -

leider müssen  aus gesundheitlichen

Gründen alles Kurse

im Mai entfallen. Ich werde versuchen die

Kurse im Laufe des Sommers nachzuholen.

 

 

Neu ist unser sogenannte   C h i n a g a r t e n .    Ich hatte iihn ja schon beim letzten offenen Garten angekündigt. Wir haben dann direkt nach der Veranstaltung mit der Umgestaltung begonnen und jetzt ist er fertig. In diesem Gartenteil finden Sie viele Kräuter aus der tratitionellen chinesischen Medizin /TCM). Und da die Kräuter fast ausschließlich aus den Höhenlagen des Himalaya kommen, sind sie hier auch alle winterfest.

 

 

 

 

 

 

Hallo,

Der Frühling naht und die ersten Kräuter sprießen. Gundermann, Vogelmiere, Taubnesseln usw. – für einen Smoothie oder einen Wildkräutersalat kann man schon eine bunte Mischung finden. Die vielen Bitterstoffe in den Frühjahrskräutern sind ideal für eine Stoffwechselkur

 

 

Scharbockskraut

Ein tolles Kraut, das im Frühjahr gedeiht, ist das Scharbockskraut, botanisch Ranunculus ficaria. Ranunculus ist die lateinische Verkleinerungsform von Rana (Frosch) und spielt auf die Vorliebe dieser Pflanze für feuchte Böden und Standorte in Nähe von Gewässern an. Scharbock ist ein alter Name für Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkrankheit, die besonders nach langen, kalten Wintern auftrat. Scharbockskraut war das Gegen-Mittel in der Volksheilkunde, denn seine Blätter sind die erste Quelle im Jahr für viel natürliches Vitamin C. Das Scharbockskraut speichert in seinen kleinen, dicken, fleischigen Wurzelknollen soviel Reservestoffe, dass es an den ersten warmen Tagen nach dem Winter sofort die kleinen Blätter austreibt. Diese Wurzelknöllchen sehen ein bisschen aus wie Feigwarzen, daher der alte Name "Feigwurzel", botanisch "ficaria". Die herzförmigen Blätter glänzen in einem satten, saftigen Grün, als wäre jedes Blatt einzeln sorgfältig lackiert.

Die jungen, zarten Blätter können Sie gut mit einer Schere abschneiden und dann roh essen, z.B. wenn Sie sie in einen bunten Frühlingssalat mischen - darauf verweisen auch alte Volksnamen für Scharbockskraut wie "Frühsalat" und "Pfennigsalat". Die Blätter schmecken frisch und würzig scharf. Diese Scharfstoffe bringen den Stoffwechsel auf Trab. In Kombination mit vielen Mineralstoffen und Vitamin C reinigen sie das Blut und vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit.

 

Scharbockskraut

Blutreinigungs-Kur

Für eine Blutreinigungs-Kur im Frühjahr ist Scharbockskraut wunderbar geeignet. Pro Person etwa 1 Hand voll einer Mischung von grünen Frühlingskräutern wie Brennnessel, Scharfgarbe, Giersch, Löwenzahn, Labkraut, Spitzwegerich, Vogelmiere, Gundelrebe und Scharbockskraut im Salat, Soßen, Suppen, in Kräuterquark oder als Tee etwa 4 Wochen lang genossen, bringt neuen Schwung und Vitalität in Ihren Körper und reinigt das Blut.

 

 

 

Grüner Krafttrunk

Wenn Sie reichlich Scharbockskraut in Ihrem Garten finden oder eine ergiebige Sammelstelle in der Natur kennen, sollten Sie sich einen grünen Krafttrunk daraus herstellen: Geben Sie 2 Teelöffel frische Scharbockskrautblättchen mit etwa 100 ml Wasser zusammen in einen Mixer oder pürieren es mit dem Pürierstab gründlich. Die zu groben Bestandteile können Sie absieben und zur Geschmacksverfeinerung noch zu gleichen Teilen frische Milch dazu geben.

Genießen Sie diesen Saft löffelweise, speicheln ihn gut ein - und Frühlingskräfte werden in Ihnen wach!

Hinweis: Nicht übertreiben!

 

Wenn in der frischen Pflanze auch nur wenig Scharfstoffe enthalten sind, so sollten Sie doch nicht mehr als eine Hand voll pro Portion und Person von diesen Blättern zu sich nehmen. Bei Menschen mit empfindlichen Schleimhäuten könnten die Scharfstoffe in größeren Mengen Magen-, Darm- und Nierenreizungen hervor rufen. Der Scharfstoff der Hahnenfussgewächse, das Protoanemonin, bildet sich in geringer Menge aber erst in allen Pflanzenteilen, wenn das Scharbockskraut anfängt zu blühen. 
Tipp: Wenn Sie Blätter oder Blütenknospen nur von den Pflänzchen sammeln, die noch nicht blühen, können Sie sie bedenkenlos verwenden. Sie können die Blätter vom Scharbockskraut auch sammeln und trocknen. Beim Trocknen gehen die Scharfstoffe verloren und werden unschädlich - das bedeutet Teegenuss ohne Reue!

 

Scharbockskraut2

Scharbockskraut-Tee von Innen und Außen für gesunde Haut

3 Teelöffel frisches oder 2 Teelöffel getrocknetes Scharbockskraut werden mit ¼ Liter Wasser übergossen, zum Sieden erhitzt und dann abgegossen. Diesen Tee können Sie gegen Hautunreinheiten schluckweise über den Tag verteilt trinken. Das reinigt und regt den Hautstoffwechsel von innen an.

Unreine Hautpartien können Sie auch äußerlich mit diesem Tee waschen oder Kompressen mit warmem Tee tränken und auflegen. Es sind die im Scharbockskraut enthaltenen Seifenstoffe (Saponine) und das Vitamin C, die die Haut reinigen und stärken und den Hautstoffwechsel anregen.

 

 Giersch im Frühling  

Der Giersch (Aegopodium podagraria) wuchert besonders hartnäckig und bringt so manchen Gärtner zur Verzweiflung. Doch betrachten wir Giersch einfach als delikates, regelmäßig nachwachsendes Bio-Gemüse – und ernten ihn ab! Er enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen, Kupfer und Mangan. Sein botanischer Name verrät noch mehr: Podagra ist ein alter Name für Gicht. Giersch vertreibt das „Zipperlein“, denn er entsäuert den Körper. 

Zerquetschte Blätter eignen sich als Umschläge auf schmerzenden Gelenken, auch ein Absud aus den Blättern hilft als Badezusatz bei Rheuma, Gicht oder Krampfadern.

Rezept Badezusatz
2 große Hände voll Gierschblätter übergießen mit 2 Liter kochendem Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann ins Badewasser geben. 
Die leckerste Möglichkeit, in den Genuss der heilsamen Kräfte des Giersch zu kommen, ist, ihn in Olivenöl anzubraten und mit jungen Kartoffeln zusammen zu verspeisen.

 

Das Wiesenlabkraut

Das Wiesenlabkraut (Galium aparine) ist eine schmackhafte Zutat im Frühlingssalat – oder einfach auf dem Butterbrot. Es regt die Nierentätigkeit an, wirkt entwässernd und somit gegen Ödeme, reinigt die Haut, schützt die Schleimhäute, fördert die Entschlackung über die Lymphe und fördert den Abbau von Schadstoffen aus dem Körper.

Der Löwenzahn

Löwenzahn ist eine anerkannte Heilpflanze von der Wurzel bis zur Blüte. Der französische Name „piss en lit“ weist deutlich auf seine entwässernde Wirkung hin. Er hilft gegen Entzündungen der Harnwege, Blähungen und bei Nierengrieß. Außerdem regt Löwenzahn den Gallenfluss an, sollte deshalb aber Gallensteinen mit Vorsicht genossen werden. 
Löwenzahn, insbesondere die Wurzel, innerlich eingenommen, beugt entzündlichen Ablagerungen in Gelenken vor wie sie bei Rheuma und Arthrose vorkommen. Wussten Sie auch, dass Sie aus den Blüten ein wunderbares Massageöl herstellen können? Denn Löwenzahn löst auch äußerlich angewandt Verkrampfungen und schmerzhafte Ablagerungen in den Muskeln! Füllen sie Löwenzahnblüten in ein Schraubdeckelglas, drücken sie fest an und übergießen sie mit einem guten Olivenöl, sodass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Lassen sie diesen Ansatz 4 bis 6 Wochen hell stehen, filtrieren dann durch ein Mulltuch ab und füllen das fertige Öl in eine Flasche aus braunem Glas, denn es muss lichtgeschützt und aufbewahrt werden. So ist es ein ganzes Jahr lang haltbar.

Brennnessel - Urtica dioica und Urtica urens

Die Brennnessel regt Blase und Niere an, ebenso die Tätigkeit der Verdauungsorgane. Die Brennnessel ist besonders angezeigt bei Rheuma und Gicht, sowie bei Nesselfieber, bei Entzündungen der Harnorgane ebenso wie bei Nieren- und Blasensteinen, denn sie fördert die Harnsäureausscheidung.
Altbekannt ist auch die Verwendung bei Milchmangel stillender Mütter und bei Eisenmangel. Wissenschaftlich erwiesen ist außerdem ihre immunstimulierende Wirkung, d.h. sie regt die körpereigene Abwehr an.
Außerdem können die Brennnesselsamen verwendet werden. Sie enthalten viel Vitamin E und Pflanzenhormone, die anregend und belebend wirken. So kann mehr sehr gut eine Samen-Kur bei Erschöpfung, dauerhafter Müdigkeit und Leistungsschwäche machen. Bei älteren Menschen soll sie die Gedächtnisleistung verbessern und die Vergesslichkeit mindern. Getrocknete Brennnesselsamen bekommen Sie in der Apotheke. Sie werden im Mörser zerstoßen und teelöffelweise mit Honig (oder Wasser) vermischt und 3 mal täglich vor dem Essen eingenommen.

Birke - Betula verrucosa und pubescens (Hängebirke und Moorbirke)

Gebräuchlich ist die Verwendung von Birkenblättern. Sie wirken harntreibend, harndesinfizierend, stoffwechselanregend, entwässernd, entgiftend, nierenanregend und sogar haarwuchsanregend. 
Birkenblätter sind absolut unschädlich - eine Nierenreizung ist nicht zu befürchten, wie dies bei Langzeitdosierung und Überdosierung von anderen nierenwirksamen Pflanzen (Wacholder, Liebstöckel oder Brunnenkresse) der Fall sein kann.
Klinische Versuche belegen, dass Birkenblättertee die abgehende Harnmenge am Tag um das 5-6fache zu steigern vermag. Eine solche Entwässerung wird insbesondere empfohlen bei Blasenentzündung, Rheuma, Gicht, Hauterkrankungen, bei Gelenkschwellungen, zu hoher Harnsäurekonzentration und zur Entgiftung des Organismus. 
Sie können auch eine Tee-Kur durchführen, bei der Sie entweder Heilpflanzen zu gleichen Teilen mischen und davon dreimal täglich eine Tasse trinken oder nacheinander 3 Wochen Brennnessel, drei Wochen Birkenblätter, drei Wochen Löwenzahn–Tee trinken.
Zur 
Teebereitung nimmt man 1 Tl Mischung pro Tasse Wasser und lässt 5-10 Minuten zugedeckt ziehen. Zusätzlich sollte man 2 –3 Liter Mineralwasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

 

Wildkräuter-Pesto

Frühlings-Kräuter konservieren als aromatischer und heilkräftiger Pesto! Je nach Wahl der Wildkräuter schmeckt es jedes Mal anders. Verwenden können sie Gundelrebe, Giersch, Sauerampfer, Labkraut, Kerbel, Liebstöckel, Löwenzahnblätter, Brennnessel. 


Rezept Wildkräuter-Pesto

120 g frische Wildkräuter vorsichtig waschen, trocken tupfen und grob zerkleinern. Zusammen mit 40 g gerösteten Sonnenblumenkernen, einigen Spritzern Zitronensaft, 150 ml Olivenöl und 40g frisch geriebenem Peccorino im Mixer zerkleinern bis eine homogene grüne Soße entsteht. In kleine Gläser abfüllen und kühl aufbewahren. Ein vitalisierender Genuss zu Pasta oder Aufläufen.

 

Wildkräutertee – Frühjahrs-Kur für die Haut

Frühlingskräuter beleben ermüdete Haut und schützen gegen Schäden durch Umweltgifte. Sie regenerieren die Haut von innen heraus und helfen auch bei trockener Haut, Ekzemen und Neurodermitis.
Je eine Handvoll getrocknete Gänseblümchen und Brennnesselblätter mit Gundelrebe, Löwenzahnblättern und Wiesenlabkraut mischen.
1 Teelöffel dieser Mischung pro Tasse aufgießen, warm zur innerlichen Anwendung trinken, erkaltet als Gesichtswasser benutzen oder in einen Flakon füllen und die Haut damit besprühen.

 

Rezept "Wiesenbowle" - nicht-alkoholisch

In 1 Liter Apfelsaft hängen wir ein Kräutersträußchen aus Giersch, Gundelrebe, Gänseblümchen und Labkraut ....oder auch andere aromatische Kräuter, die Garten oder Wiese gerade hergeben. Ein Schuss Zitronensaft verfeinert das Aroma. Das Ganze sollte 4 bis 5 Stunden ziehen. Dann werden die Kräuter herausgenommen und die Bowle mit Mineralwasser aufgegossen. Zur Dekoration einfach einige frische Blüten darin schwimmen lassen!

 

Kraeuterey im Appelweg | b.schacht@gmx.net